In Berlin haben die Kinder der „Schulen des Friedens“ und die „Europeans for Peace“ der Gemeinschaft Sant’Egidio auf dem quirligen Hermannplatz im Stadtteil Neukölln ihre Stimme für den Frieden und das Zusammenleben erhoben, das sie im ganzen Jahr in einer multikulturellen Stadt miteinander aufbauen. Das Kinder- und Stadtteilfest mit Bühnenprogramm, Zeugnissen und verschiedenen Aktionsständen für Kinder stand dieses Jahr ganz unter dem Eindruck des Kriegs in der Ukraine.
Ein jugendlicher Roma aus Rumänien macht sich große Sorgen um seinen ukrainischen Schulfreund: „Als der Krieg in der Ukraine begann, habe ich mir viele Sorgen um dich gemacht, weil du in Odessa warst, wo es ganz gefährlich ist. Zum Glück ist euch nichts passiert.“ Musia aus Kiew und Tania aus Moskau sprachen über die zerstörerische Kraft des Krieges, der überall Leid und Hass hervorruft. Musia sagte dazu: „Die Solidarität meiner russischen Freunde war eine Rettung für mein Herz, so dass ich es schließlich geschafft habe, nicht zu hassen.“
Neben der Ukraine wurden weitere dramatische weitere Situationen der Welt in den Mittelpunkt gestellt, so etwa das Schicksal Afghanistans, das in den Medien derzeit wenig beachtet wird. Ali Akbar, 10 Jahre, floh aus Afghanistan nach Deutschland und ist froh, in der „Schule des Friedens“ Freunde und Frieden gefunden zu haben: „Dort kann ich fröhlich sein. Dort kann ich sicher sein, dass ich Freunde habe, die mir nichts tun und die nett zu mir sind. Es ist schön, wenn alle Frieden wollen.“
Und auch Afrika wurde nicht vergessen. Die Kinder der „Schulen des Friedens“ spenden den Erlös eines Kuchenverkaufs an ein Ernährungszentrum für Kinder in Malawi, mit dem die Berliner „Schulen des Friedens“ in Briefkontakt stehen. Denn seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs haben sich auch in Afrika die Preise für Nahrungsmittel erhöht und der Hunger ist groß.